LMBV nimmt Löschwasserleitung zum Kohlebrand Rusendorf in Betrieb

16. Oktober 2026

Die temporäre Löschwasserleitung vom Restloch Zipsendorf zum unterirdischen Schwelbrand im Kohletrübebecken I (Restloch Rusendorf) wurde in weniger als zwei Monaten fertiggestellt und hat ihren Betrieb aufgenommen. Die LMBV hat heute in einem Vor-Ort-Termin gemeinsam mit der gebundenen Feuerwehr Kötter Security die Löscharbeiten vorgestellt.

Bis maximal 500.000 Kubikmeter Wasser können nun bei Bedarf aus dem Restloch Zipsendorf entnommen werden, um den unterirdischen Brand im einstigen Tagebau Rusendorf zu löschen. Dadurch kann das Trinkwassernetz entlastet werden, das in den vergangenen Wochen zum Löschen genutzt wurde. Mit dem Wasser aus dem Restloch Zipsendorf kann das bestehende Löschregime weiter optimiert werden, sodass bis zur Abdeckung die Fläche abgekühlt und nahezu rauchfrei ist. Es wird eingeschätzt, dass die temporäre Leitung bis zum Jahresende Wasser liefern muss.
Seit Anfang Juli hatte die bergrechtlich für die Fläche zuständige LMBV zahlreiche technische Maßnahmen eingeleitet, um die Rauch- und Geruchsbelästigungen für die Anwohner zu reduzieren. Aktuelle Drohnenflüge zeigen inzwischen nur noch punktuelle Rauchentwicklungen auf dem Gelände. Der oberflächliche Kohlebrand konnte von ursprünglich acht Hektar betroffener Fläche auf nunmehr ca. zwei Hektar eingedämmt werden. Die Wirkung der Brandbekämpfung durch den Aufbau einer Sprinkleranlage um das Brandfeld ist hoch. Auch sogenannte Löschlanzen kamen und kommen in den nächsten Wochen zum Einsatz.
„Wir sind den aktiven Firmen, die uns beim Löschen des Brandes unterstützen sehr dankbar. Alle zeigen großen Einsatz, egal ob es die Leitungsbauer, die Feuerwehr oder die vielen Nebengewerke ringsum sind“, erklärte Benjamin Ulrich, Projektverantwortlicher bei der LMBV.
Im Rahmen des montanhydrologischen Monitorings zum Restloch Rusendorf prüft die LMBV die Entwicklung des Grundwassers hinsichtlich der Güte sowie Dynamik und weitet im Zeitraum der Löscharbeiten den Messzyklus zur Beprobung der Grundwasserleiter aus. „Auf das Trinkwasser der Region haben die Löscharbeiten keinen Einfluss. Dies haben uns die Behörden bestätigt, da die Trinkwasserversorgung für die Region Meuselwitz über sogenanntes Fernwasser sichergestellt wird. Eine Entnahme des Grundwassers zur Trinkwassergewinnung erfolgt in der Region Meuselwitz nicht“, so Ulrich.
Die Abdeckung des Restlochs ist derzeit in Planung, die Baustraße für diese Arbeiten wurde bereits fertiggestellt. Ende 2026/Anfang 2027 soll mit einem Probefeld zur Prüfung der Tragfähigkeit begonnen werden.