Bauarbeiten an der Pleißebrücke in Zschechwitz beendet

16. Juni 2026

An der Brücke, die in Zschechwitz (bei Ehrenberg) über die Pleiße führt, wurde im Mai gebaut. Durch die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre hatte es den aus Natursteinen bestehenden Kolkschutz des Fundaments der nördlichen Widerlagerseite der Brücke zum Großteil weggespült und damit auch die Otterberme – den Laufweg für die Fischotter – zerstört.  Damit das Brückenwiderlager keinen Schaden nimmt, machte sich die Wiederherstellung des Kolkschutzes erforderlich. Denn: Wenn Strömung auf ein Bauwerk trifft, entstehen oft Wirbel, sogenannte Kolke, die den Untergrund ausspülen und gefährliche Hohlräume bilden können. Das kann Fundamente instabil machen. Die Befestigung des Kolkschutzes erfolgte an der Zschechwitzer Pleißebrücke mit großen Wasserbausteinen, die die Baufachleute in ein entsprechendes Betonbett verlegten. Die Arbeiten wurden vom Flussbett aus erledigt, so dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Verkehrsbeeinträchtigung auf der über die Brücke führende Kreisstraße kam.

Die Fischotter, die es im Altenburger Land an der Pleiße flächendeckend gibt, können sich entlang der Uferstreifen nun wieder viel besser und geschützter auf ihren vier Pfoten bewegen. Sie meiden fließende Gewässer, sind vielmehr „zu Fuß“ unterwegs. Um nicht unter Brücken hindurchschwimmen zu müssen, klettern sie, sofern es keine Otterberme gibt, an den Straßenrand und überqueren die Fahrbahn, was für sie oft tödlich endet. Fischotter sind eine streng geschützte Art und genießen in ganz Europa den höchsten gesetzlichen Schutzstatus. Der Fachdienst Straßenbau- und Straßenverwaltung des Landkreises Altenburger Land begleitete und überwachte die Baumaßnahme, die rund 60.000 Euro kostete.